Pfarrkirche St. Lukas

Die Kirche, umgeben vom Friedhof, bildet den Mittelpunkt des Ortes. Sie ist dem Evangelisten Lukas geweiht. Der Bau fällt durch seinen farbigen Außenanstrich auf und stellt inmitten der grünen Umgebung ein echtes Schmuckstück dar.
Die erste Pfarrkirche wird schon 1330 urkundlich erwähnt. Der damalige Baustil ist spätgotisch. Im Jahr 1683 wird an Turm, Chor und Sakristei der spätmittelalterlichen Kirche ein neues Kirchenschiff angebaut. Das Innere der Kirche wurde zuletzt 1973 – 1974 gründlich renoviert und modernisiert.

Man kann beim Betreten der Kirche deutlich die beiden Bauabschnitte erkennen; den Chorraum überspannt ein spätgotisches Sternrippengewölbe, das zum Kirchenschiff hin mit einem hohen runden Triumphbogen abschließt, während das Langhaus ein Tonnengewölbe besitzt.

Von der Innenausstattung der Kirche fallen folgende Details besonders auf:
Das fachmännisch restaurierte spätmittelalterliche Deckengemälde im Chorraum zeigt Christus als Richter der Welt, umgeben von den vier Evangelisten. Es stammt noch aus der ursprünglichen Kirche und entstand um die Wende des 14. zum 15. Jahrhundert.

Der hölzerne Hochaltar von Johann Molitor aus dem Jahre 1663 zeigt zentral die Figur des Pfarrpatrons, des Hl. Lukas. 1732 wurden rechts und links hölzerne Trennwände an den Hauptaltar angefügt. Sie sind mit geschnitzten Figuren über den Türen versehen, auf der rechten Seite mit einer Pietá, auf der linken mit Anna, Maria und dem Jesuskind.

Besonders erwähnt werden muss die aus dem 14. Jahrhundert stammende Muttergottes mit Kind an der rechten Stirnwand des Kirchenschiffs, eine rheinische Bildhauerarbeit.

Außen ist in die südöstliche Schrägseite der Sakristei ein Kreuzigungsrelief aus dem 17. Jahrhundert eingelassen.
An der Nordseite des Chores schließt sich der ebenfalls noch spätmittelalterliche
Glockenturm an, den im oberen Drittel wenige kleine romanische Rundbogenfenster zieren. Der Turm wird von einem eingezogenen achtseitigen Spitzhelm bekrönt.

(angelehnt an: Hans-Josef Nellessen in: Rund um die Kirche im Dorf; Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Prümer Land Band 50, Prüm, 2003)

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