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Pfarrei Gondelsheim-Schwirzheim

Kirche St. Margareta Schwirzheim

Die heutige stattliche Kirche liegt an der Hauptstraße mitten im Dorf. Mit ihren Rundbogenfenstern erinnert sie von außen an den romanischen Baustil, während der eindrucksvolle Innenraum ein barockes Gepräge zeigt.

Die seit dem 10. Jahrhundert in Schwirzheim bestehende Burg Hartenstein hatte sicherlich eine eigene Burgkapelle, zu der uns allerdings genaue Angaben fehlen. 1570 gibt es den ersten schriftlichen Beleg für eine Kapelle im Ort, die der heiligen Margareta geweiht ist, die zu den 14 Nothelfern zählt. 1685 und 1786 wird die Kapelle zu einer Kirche erweitert. Für die größer werdende Zahl der Einwohner Anfang des 20. Jahrhunderts reicht dies nicht mehr, so dass man von 1923 – 25 eine ganz neue Kirche erbaut, die bis heute mehrere Renovierungen erfahren hat. Das heutige schöne Aussehen in Farbe und Gestaltung erhielten Vorhof und Innenraum in den Jahren 1988/89.

Auf dem Hauptaltar stehen neben dem Kreuz die Figuren von Maria und Johannes aus dem belgischen Wallfahrtsort Banneux.  Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Schlussstein unterhalb der Kanzel, eine Pieta, eine Statue des hl. Josef sowie der hl. Margareta, die Kreuzwegstationen, die Fenster mit den Symbolen der sieben Sakramente und das Weihwasserbecken aus der Werkstatt Bitzigeio in Winterspelt. Ein besonderes Kleinod der Kirche ist die kleinste der drei Glocken, die Jesus-Maria-Glocke.

(aus: Kath. Pfarrgemeinde St. Margaretha, Schwirzheim 1996)

Pfarrkirche St. Fides, Spes u. Caritas Gondelsheim

Gondelsheim, seit 1827 Pfarrsitz, hat als Kirche “ein Juwel spätgotischen zweischiffigen Hallenstils”. Sie liegt malerisch schön weithin sichtbar inmitten des Dorfes, im Hintergrund dehnt sich bis zu     663 m ansteigend ein weites Waldgelände aus.

Die Kirche ist auf den Resten einer Römersiedlung errichtet worden, vermutlich einer Kultstätte keltischer Matronen. Diese heidnischen Göttinnen wurden durch die Verehrung christlicher Märtyrinnen, der hl. Jungfrauen Fides (Glaube), Spes (Hoffnung) und Caritas (Liebe) ersetzt. Der älteste Teil des spätgolischen Bauwerks wurde im 15. Jahrhundert errichtet, als Eigenkirche der Prümer Abtei und als Wallfahrtskirche. Das Gotteshaus war Ziel zahlreicher Pilger und Prozessionen. Es wurde in den folgenden Jahrhunderten kostbar ausgestattet und umgestaltet, der Raum wurde mit einem kunstvollen Netz- und Sterngewölbe überwölbt. Leider wurde das Gotteshaus durch Kriegseinwirkungen 1944 und 1945 fast vollständig zerstört. Von 1948 - 1952 fand mit den Mitteln und dem Arbeitseinsatz der Bevölkerung der Wiederaufbau statt, der sich am Stil des alten Gotteshauses orientierte. Man bildete die alten Gewölbe durch Kreuzrippengewölbe nach, gab dem Kircheninneren einen hellbeigefarbenen Wandanstrich und versah Pfeiler, Gewölbe, Einfassungen und Umrandungen mit einer mehrfarbigen, quergestreiften Bemalung, die der ursprünglichen Bemalung entspricht. Bemerkenswert sind auch die beim Wiederaufbau neu entstandenen Kirchenfenster im Hauptchor, entworfen von dem Kunstmaler Paul Weigmann aus Leverkusen.

(nach: Walter Meyers in : „Rund um die Kirche im Dorf“, Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Prümer Land, Band 50 Prüm 2003)