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Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus Niederprüm

Sowohl in ihrer Lage wie auch in ihrer Geschichte ist die Niederprümer Pfarrkirche eng mit dem anliegenden Kloster verbunden. Während vermutlich schon in karolingischer Zeit ein Gehöft mit Kapelle an diesem Ort stand, ist für 1189 die Gründung eines Benedektinerinnen-klosters belegt. Dieses bestand aus zumeist adligen Damen, die Leitung hatte eine Äbtissin. Dass die Kirche von Konvent und Gemeinde zugleich genutzt wurde, sieht man bis heute an den beiden Emporen: Die größere Schwesternempore mit Orgel und die Äbtissinnenempore, eine kleine Galerie mit geschnitzter Brüstung, bildeten quasi die Klosterkirche, für die Dorfbevölkerung war das Kirchenschiff vorgesehen.

Der Vorgängerbau der heutigen Kirche scheint beachtliche Ausmaße besessen zu haben, denn es werden fünf Altäre und vier Kelche genannt. Jedoch im Jahr 1640 stellte der Visitator fest, dass Kirche und Glockenturm dringend reparaturbedürftig waren. 1658 war sie bereits vom Einsturz bedroht, so dass der Abriss im Jahre 1669 erfolgte und die heutige Kirche von Kloster und Gemeinde gemeinsam errichtet wurde: Die Dorfbevölkerung brach die Steine auf dem gegenüberliegenden Wehlertsberg in Fronarbeit, der Klosterkonvent  finanzierte die Handwerker. 1677 wurde die Kirche zu Ehren der Muttergottes und der Hl. Märtyrer Gordian und Epimachus geweiht. Deren Reliquien hatte Abt Marquart bereits 844 aus Rom mitgebracht, das Kloster erhielt sie 1190 bei seiner Gründung geschenkt. Erwähnenswert ist eine interessante Neuerung, die während der Bauperiode festgelegt wurde: Der Konvent kümmerte sich von nun an um die Unterhaltung des Kirchenbaus, die Gemeinde um die des Glockenturms samt Geläute. Das Atrium wurde 1678 erbaut. Der Einbau der Orgel auf der Schwesternempore erfolgte 1679. Dieses war auch das Jahr der endgültigen Fertigstellung der Kirche.

Um 1700 wurde der Hochaltar eingebaut; ursprünglich der Mutter Gottes geweiht hat er so manche Renovierung und Umgestaltung erfahren. 1996 wurde bei einer grundlegenden Sanierung nicht nur die Vergoldung angebracht, sondern auch die Statuen von Benedikt und Scholastika fanden wieder ihren Platz. 2001 wurde das neue Altarbild von Jesus mit den Emmausjüngern eingesetzt.

Zu der Pfarrgemeinde Niederprüm gehören auch die Filialkirche „Der Dulder Job (Hiob) in Steinmehlen, die Filialkirche St. Leonhard in Weinsfeld und die Kapelle der Hl. Katharina in Niedermehlen.